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Quelle:

R. Scotese

Prof. Dr. W. Steiner

Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann

©Wetterservice

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Klima in der Permzeit vor 280 Millionen Jahren

N280_zonef.jpg (72125 bytes)

Klima: In dieser Zeit waren große Teile der Südhemisphäre von Gletschern bedeckt, die bis weit nach Norden vorstießen. Die gewaltigen tropische Wälder rings um den Äquator bildeten mit ihrer Biomasse gewaltige Kohleflöze aus, genau wie die riesigen Wälder in den gemäßigten Zonen während der Warmzeiten. Das Klima war im Perm allgemein kühler als heute, jedoch ohne ausgeprägte Klimadifferenzierung. Mitteleuropa liegt mit heißem Wüstenklima fast am Äquator. Im Gegensatz dazu werden weite Teile der Südhalbkugel (Afrika, Indien, Südamerika, Australien) von riesigen Eismassen bedeckt. Eine Erwärmung führt im Oberperm teilweise zur Abschmelzung der Gletscher und lässt den Meeresspiegel ansteigen. Treibeis ist jedoch anscheinend noch bis zum Ende der Epoche vorhanden. Durch trockeneres Klima entstehen in Nordamerika und Mitteleuropa ausgedehnte Wüsten. Der Beginn des Perms in Mitteleuropa ist durch das Ende der Kohlebildungen und das Vorherrschen roter Sedimente gekennzeichnet (Rotliegendes). Der Abtragungsschutt des Variszischen Gebirges wird in langgestreckten grabenartigen Senken abgelagert. Im Gegensatz dazu ist das Oberperm durch helle Sedimentfarben gekennzeichnet (Zechstein). In einem weit ausgedehnten Binnenmeer werden Dolomite und Kalke abgelagert. Seine Verbindung zum offenen Weltmeer wird mehrfach unterbrochen. In den Flachwasserbereichen und Lagunen werden in heißem Wüstenklima durch Verdunstung bis zu 1000 Meter mächtige Salzablagerungen ausgefällt. Bildung der Kohlevorkommen Chinas und Russlands und im Bereich der Südkontinente.

Tektonik: Starker Vulkanismus weist auf das Ende der variszischen Gebirgsbildung hin, die zur Vereinigung aller Kontinente der Erde zum Superkontinent PANGÄA führt. Gleichzeitig setzt die Abtragung der variszischen Gebirge setzt ein. Infolge einer Klimaerwärmung kommt es weltweit zu Meeresüberflutungen mit wiederholten Evaporationsphasen (Eindampfung mit Bildung mächtiger Salzlager). Durch Vorstoß des arktischen Meeres nach Mitteleuropa besteht über das Gebiet des Urals eine Verbindung zur Tethys. In Südeuropa bilden sich mächtige marine Kalkablagerungen in den flachen Trögen der westlichen Tethys (heutiges Alpengebiet). Ural faltet sich auf. Um den Pazifik herum bilden sich Geosyklinalsysteme (spätere Anden), Gebirge in der Antarktis, Bildung der japanischen Inseln.

255.jpg (119462 bytes) Die Weltkarte vor 255 Millionen Jahren

Legende.gif (6758 Byte)Legende  

Europakarte vor 255 Millionen Jahren

Zeichen Europa.gif (5333 Byte)Zeichenerklärung für die Europakarte

 
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