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Quelle: R. Scotese Prof. Dr. W. Steiner Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann ©Wetterservice | Das Klima vor 97,5 Millionen Jahren in der Kreidezeit
Klima: Während der Kreidezeit war die Welt ein mildes Eishaus. Es gab Schneefälle in den Wintermonaten in der Nordhemisphäre und in der Südhemisphäre. Immergrüne Laub und Nadelwälder bedecken die Polarregionen. Das Klima war zu Beginn der Kreide ausgeglichen warmfeucht, aber nicht warm genug, um ein ausgedehntes Riffwachstum zu begünstigen. Vereisungsspuren sind bislang nicht bekannt. In der Übergangszeit zum Tertiär wird es wesentlich kühler. Tektonik: Zu Beginn der Unterkreide sind weite Teile Mitteleuropas zunächst noch Festland (Funde von Skeletten und Fährten von Sauriern wie z.B. Iguanodon). Das Festland reicht vom Rheinischen Schiefergebirge über die Ardennen bis nach Südengland. Danach gewinnt das Meer wieder die Oberhand. Im Zuge einer ersten Transgression stößt das Meer vor, überflutet einen Teil Böhmens und bildet die Sedimente des Elbsandsteingebirges. Im Nordwesten dehnt sich das Gallo-Anglische Becken weit über die gesamte Nordsee und nach Norddeutschland aus. In Mitteleuropa entsteht ein Flachmeer, aus dem lediglich die Mittelgebirge herausragen. Das Flachmeer reicht im Osten bis zum heutigen Kaspischen Meer. In Dänemark und in Ostdeutschland werden in dieser Zeit bis 800 Meter mächtige Schreibkreideablagerungen (z.B. Insel Rügen) sedimentiert. Diese sind aus winzigen Kalkgehäusen (Coccolithen) planktonischer Einzeller aufgebaut und führen lagenweise Feuersteine. Gegen Ende der Kreidezeit zieht sich das Meer fast vollständig aus Europa zurück, nur Teile Nordwestdeutschlands bleiben meerbedeckt.
Europakarte vor100 Millionen Jahren
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