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Quelle: R. Scotese Prof. Dr. W. Steiner Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann ©Wetterservice |
Frühes Eozän (Oberkreide) vor 65 Millionen Jahren
Klima: Europa lag in der Subtropischen Zone mit Temperaturen um die 38°C in den Sommermonaten, während der Wintermonate im Mittel bei 20°C. Während des Eozäns lebten Krokodile bis in die Polregionen. Zentralasien hatte ein feuchtwarmes tropisches Klima. Zu Beginn ist das Klima noch gleichförmig und warm, die Polargebiete sind waldbedeckt (Kohle in Grönland und Spitzbergen). Gegen Ende des Alttertiärs beginnt ein deutlicher Temperaturrückgang, der sich durch das gesamte Jungtertiär fortsetzt Tektonik:
Im Alttertiär sind Afrika, Arabien und Vorderindien vom eurasischen Kontinent
durch die TETHYS getrennt. Zwischen Europa und Nordamerika besteht eine Landbrücke,
die einen Austausch der Säugetierfaunen ermöglicht. Im Jungtertiär wird die
TETHYS durch die Hebung der großen Faltengebirge (Alpen, Himalaja) weitgehend
eingeengt und Indien an Asien geschweißt. Die Polgebiete und Kontinente nähern
sich ihrer heutigen Position und erhalten allmählich ihre jetzige Gestalt. An
den Ost- und Westrändern des Pazifik hält die Gebirgsbildung unter heftigem
Vulkanismus weiter an. Nord- und Südamerika erhalten eine Landverbindung im
Panama-Gebiet. Nordafrika ist überflutet (Reste von Walen in Ägypten). In der
Mitte des Tertiär bricht das ostafrikanische Grabensystem ein. Die Verbindung
zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer schließt sich, wodurch es zur Bildung
mächtiger Salzlager und kurzfristig sogar zu einer Verlandung des Mittelmeers
kommt. Erst gegen Ende des Tertiärs öffnet sich die Straße von Gibraltar
wieder. Europakarte vor 65 Millionen Jahren
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