|
|
|
Quelle: R. Scotese Prof. Dr. W. Steiner Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann ©Wetterservice |
Das Klima im Miozän vor 14 Millionen Jahren
Das Klima: war während des Miozäns ähnlich wie heute, aber etwas wärmer. In Europa bis weit nach England wuchsen Palmen und lebten Krokodile. Australien war niederschlagsreicher als heute. Im Laufe des Quartärs kam es aufgrund verschiedener Vorgänge zu großen Temperaturschwankungen. Diese verursachten weltweit Kalt- und Warmzeiten in den gemäßigten Zonen sowie Regen- und Trockenzeiten in den warmen Klimaten. Tektonik: Australien, damals noch an
die Antarktis gebunden wanderte nordwärts. Dazwischen bildete sich ein tiefer
ozeanischer Graben, wodurch u.a. der globale Wärmetransport verändert wurde.
Dies führte am Ende des Eozäns zu einer Abkühlung. Auch zwischen
Nordamerika und Europa bzw. Nordamerika und Asien bestanden Landbrücken.
In Europa bildeten sich die Alpen, in Südamerika die Anden. Mitteleuropa: Nach dem Rückzug des Kreide-Meeres werden im Tertiär die Schelfgebiete und festländischen Becken allmählich wieder überflutet. Diese sind durch einen mehrfachen Wechsel von Meerwasser-, Brackwasser- und Süßwasser-Sedimenten gekennzeichnet. Kurzzeitig verbindet eine Meeresstraße durch den Rheingraben und die Hessische Senke das Mittelmeergebiet mit der Nordsee. In den Vorsenken der Mittelgebirge entstehen aus ausgedehnten Wäldern in subtropischem und tropischem Klima große Braunkohle-Lagerstätten. Im Jung-Tertiär werden die Alpen zum Hochgebirge. Dadurch wird ein vom Alpenvorland bis nach Asien reichendes Meeresbecken, die PARATETHYS, von der TETHYS abgeschnürt. Die PARATETHYS löst sich schließlich in große Brack- und Süßwasserseen auf. Einhergehend mit der Gebirgsbildung kommt es vielerorts zu intensivem Vulkanismus (Vogelsberg). Gegen Ende des Tertiärs zieht sich das Meer aus Norddeutschland zurück. Auch das Alpenvorland (Molassebecken) wird Festland
Europakarte vor 14 Millionen Jahren
|