Erde in 250 Mio.

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Eiszeit 18.000
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Karbon 300Mio.
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Quelle:

R. Scotese

Prof. Dr. W. Steiner

Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann

©Wetterservice

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Das globale Klima in 250 Millionen Jahren   

Die Landkarte der Erde in 250 Millionen Jahren

Das gibt ein Getöse: Der afrikanische Kontinent schiebt sich in den europäischen hinein und wirft ein Gebirge groß wie der Himalaja auf.

Von Westen rumpeln die amerikanischen Landmassen heran, während Australien nordwärts strebt und mit Asien verklumpt. So sieht die Zukunft des Erdballs aus, wenn es nach dem texanischen Geologen Christopher Scotese geht. Der Großteil der Landmassen, meint Scotese, werde fusionieren zu einem Superkontinent, den er Pangäa Ultima nennt.

Schon in 250 Millionen Jahren könnte es so weit sein.

Weltin50Millionen.jpg (39003 Byte) Die Weltkarte in 50 Millionen Jahren  

Weltin_150Millionen.jpg (55090 Byte) Die Weltkarte in 150 Millionen Jahren  

Welt_in_250_Millionen.jpg (48358 Byte) Die Weltkarte in 250 Millionen Jahren  

Die klimatische Zukunft Deutschlands

In den nächsten 100 Jahren wird sich das Klima vor allem durch den Treibhauseffekt erheblich verändern. Die Winter bzw. die Schneefallgrenze wird sich dauerhaft in Lagen über 1000m zurückziehen. Die verregneten Sommer, die Niederschläge insgesamt, werden in den Monaten April bis Oktober zurückgehen. Temperaturen bis nahe 40°C und lange Dürreperioden in Mitteleuropa werden die Folge sein, begleitet von Waldbränden, erheblichen Ozonwerten und allg. Wassermangel. Die Winter werden mild und niederschlagsreich. Küstenbereiche wie Norddeutschland werden von Sturmfluten heimgesucht, Teile der Nordseeinseln werden von der Landkarte verschwinden. Überflutungen an Rhein und Mosel und Erdrutsche in den Alpen werden zu normalen Vorgängen. Die Sturmtätigkeit wird sich noch einige Jahre verstärken, dann aber insgesamt abnehmen. Durch die veränderten klimatischen Bedingungen wird sich auch die Pflanzenwelt erheblich verändern. Das Ozonloch wird sich in den nächsten 20 Jahren über der Arktis erst aufbauen. Viele Pflanzenarten können dann nur noch in UV-sicheren Gewächshäusern angebaut werden, was zu einer erheblichen Verteuerung der Grundnahrungsmittel führt.

Sollte die Menschheit den Treibhauseffekt nicht mehr unter Kontrolle bekommen, so führt das zu einem vollständigen Abschmelzen der Polkappen.

In den nächsten Jahrmillionen wird sich der afrikanische Kontinent immer mehr in den europäischen schieben. 

In 50 Millionen Jahren wird in Deutschland ( da gibt es keinen Treibhauseffekt, bzw. auch keine Menschheit mehr) das Klima  dem des heutigen Alaska sehr ähnlich werden mit Dauerfrostboden und fast ganzjähriger Vereisung. Diese klimatische Entwicklung wird dann auch in den folgenden 200 Millionen Jahren so weitergehen. Die Landmasse Deutschlands wird bis auf eine Höhe von 3000 bis 4000 m über dem Meeresspiegel angehoben und gleichzeitig immer weiter Richtung Polarkreis geschoben. Eine dauerhafte Vergletscherung der gesamten Landmasse Deutschlands wird die Folge sein. Teilweise dürften diese Inlandsgletscher Mächtigkeiten von bis zu 2000m und mehr erreichen. Der Atlantik wird zu einem Binnenmeer überschattet von der Gefahr einer vollständigen Austrocknung.

Die klimatische Zukunft Deutschlands mündet in eine gigantischen Tiefkühltruhe.

Sollte die Menschheit während dieser Entwicklung von der Weltbühne verschwinden, was höchst wahrscheinlich ist, dann wäre es für außerirdische Geologen (gäbe es sie denn) sehr schwer, ja fast unmöglich festzustellen das dieser Planet einmal von einer intelligenten Art bevölkert gewesen wäre. Man müsste schon sehr genau suchen um Fossilien von uns zu finden, und diese würden dann als Tierart eingestuft. Andere Reste unserer Zivilisation wie Plastik, Stahl, ja selbst radioaktive Abfälle wären nicht mehr nachweisbar. Stahlbeton hätte sich zu grauen dünnen Sandablagerungen mit rostfarbener Marmorierung verwandelt. Es wäre nur seltsam, dass diese Ablagerungen an bestimmten Stellen sehr häufig anzutreffen sind. Ansonsten würde die Erde den gewohnten Anblick eines blauen Planeten mit herrlich grünen Wäldern, tropischen Meeren mit kristallklaren Wasser und uns heute unbekannten Tier- und Pflanzenarten darstellen. Egal was wir heute mit unsere Umwelt anstellen, die Natur braucht gerade mal 10 Millionen Jahre um all unsere Spuren zu beseitigen und zwar restlos, selbst dann wenn wir all unsere Chemie und Atomwaffen einsetzen würden.  

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© L. Beckmann 08.08.2002