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Quelle: R. Scotese Prof. Dr. W. Steiner Deutsche Bearbeitung und Ergänzung L. Beckmann ©Wetterservice | Klima im Oligozän vor 30 Millionen Jahren
Klima: Während des Oligozäns war der Südpol mit Eis bedeckt, der
Nordpol jedoch eisfrei. Tropische Regenwälder bedeckten Europa und Nordamerika
.Zu Beginn des Tertiärs ist das Klima noch gleichförmig und warm, die
Polargebiete sind waldbedeckt (Kohle in Grönland und Spitzbergen). Gegen Ende
des Alttertiärs beginnt ein deutlicher Temperaturrückgang, der sich durch das
gesamte Jungtertiär fortsetzt. Die mittlere Jahrestemperatur in Europa sinkt
von über 20° auf 12°C, die Wassertemperatur in der Tiefe der äquatorialen
Meere von 13° auf 2°C am Ende des Tertiärs. Dies hängt mit den weltweiten
Gebirgsbildungen zusammen, wodurch sich letztendlich auch die von den Pflanzen
und Tieren besiedelten Gebiete verschieben. Europa steht aber anscheinend schon
unter dem Einfluss eines warmen Golfstromes. Auch vor Alaska gibt es eine warme
Meeresströmung (Funde von Palmenresten). Tektonik: Im Jungtertiär werden die Alpen zum Hochgebirge, wodurch ein vom Alpenvorland bis nach Asien reichendes Meeresbecken (PARATETHYS) von der TETHYS abgeschnürt wird. Im Laufe der Zeit löst sich die PARATETHYS in große Brack- und Süßwasserseen auf. Mit der Gebirgsbildung kommt es vielerorts zu intensivem Vulkanismus (z.B. Kaiserstuhl, Vogelsberg, Rhön). Gegen Ende des Tertiärs zieht sich das Meer aus Norddeutschland zurück. Auch das Alpenvorland (Molassebecken) wird Festland. Die Europakarte vor 30 Millionen Jahren
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